Grundsätzliches zu Beginn der Suche / Wo wollen Sie eine Immobilie kaufen?
Grundsätzliches zu Beginn der Suche / Haus oder Wohnung?
Neubau oder Altbau?
Wovon hängt der Preis der Immobilie ab?
Wer ist beim Kauf einer Immobilie Ihr Verhandlungspartner?
Die derzeitige Marktlage an der Côte d’Azur
Kauf eines Altbaus: Besichtigungen und Bewertungen
Kauf eines Altbaus: Vorvertrag ( „avant contrat“)
Kauf eines Altbaus: Rolle des Notars
Kauf eines Altbaus: Nebenkosten beim Kauf
Kauf eines Neubaus
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Finanzierung
Gründung einer S.C.I. („société civile immobilière“)
Kauf auf Rentenbasis („viager“) als Sonderform des Eigentumserwerbes an Immobilien
Besteuerung des Veräußerungsgewinnes
Erbrecht
Monaco
Verkauf einer Immobilie / Vorbereitung des Verkaufs
Verkauf einer Immobilie / Inanspruchnahme eines Maklers?
Verkauf einer Immobilie / Vorbereitung der Immobilie für den Verkauf
Boots-Anlegeplatz: Kaufen oder mieten?
Tourismus in der Region Riviera Côte dAzur / Kennzahlen
Erbrecht

Hier sollen nur Hinweise auf die Grundregeln und Besonderheiten im Falle der Vererbung einer in Frankreich belegenen Immobilie gegeben werden. Diese können und sollten dann gegebenenfalls Anlaß sein, dieses Thema mit einem Fachmann, am besten einem Notar, zu besprechen und mit diesem gemeinsam die im jeweiligen Fall angestrebte Lösung oder doch zumindest eine Annäherung an die gewünschte Lösung zu finden.

Grundsatz ist, dass in Frankreich belegene Grundstücke dem französischen Recht unterstehen, auch dann, wenn sie einem Ausländer gehören. Für bewegliche Sachen hingegen gilt, dass das Erbrecht des Landes gilt, in dem der Erblasser seinen letzten Wohnsitz hatte.

Der Hauptunterschied zwischen französischem und deutschem Erbrecht besteht in der Behandlung des überlebenden Ehegatten.

Seit dem 1.7.2002 besteht für den Fall, dass keine testamentarische Verfügung vorliegt, die gesetzliche Regelung, daß im Erbfall der überlebende Ehegatte zwischen 2 Optionen wählen kann:

- entweder er wählt den Nießbrauch („usufruit“) an dem gesamten Immobiliennachlaß.

- oder er wählt ein Viertel des vollen Eigentums („pleine propriété“: dies bezeichnet das Volleigentum mit allen Rechten an der Immobilie, vor allem dem, sie zu verkaufen) des Nachlasses.

Sollte der überlebende Ehepartner nicht innerhalb eines Vierteljahres eine Entscheidung zwischen diesen beiden Optionen gefällt haben, wird die Wahl des Nießbrauchrechts unterstellt.

Der restliche Nachlaß wird nach recht komplizierten Regeln auf die übrige noch vorhandene Blutsverwandtschaft verteilt.

In testamentarischen Verfügungen kann anders verfügt werden, allerdings ist auch in diesen Fällen der frei verfügbare Teil der Erbschaft zugunsten des überlebenden Ehegatten durch hohe Pflichtanteile für die Blutsverwandten des Erblassers beschränkt.

Noch einmal die Empfehlung, für den Erbfall gemeinsam mit einem Notar die passende Gestaltung zu finden und zu realisieren.

Hier kann auch die Gründung einer S.C.I. („Société civile immobilière“) eine Rolle spielen, da Anteilscheine einer S.C.I als bewegliches Vermögen gelten, das nicht den französischen Erbrecht unterliegt. Sollten Sie also das deutsche Erbrecht vorziehen, wäre die Gründung einer S.C.I. eine Möglichkeit, dies zu realisieren.